Konsalik-Bücher haben eine große Fan-Gemeinde
Kaum ein Schriftsteller hat ein solch umfangreiches Werk hinterlassen wie Konsalik: Bücher und auch zahlreiche Filme gibt es von dem deutschen Erfolgsschriftsteller, der 1999 gestorben ist.
Obwohl Konsalik, der als Heinz Günther 1921 in Köln geboren wurde, von den Kritikern verschmäht und als Trivial-Literat belächelt wurde, zählt er zu den kommerziell erfolgreichsten Autoren deutscher Herkunft. Der „Volksschriftsteller“ – so bezeichnete er sich gern selbst – hatte und hat bis heute eine große und loyale Fan-Gemeinde und verkaufte über 80 Millionen Bücher. Viele seiner Anhänger sammelten alle seine Werke. Bei über einhundert Büchern, die sein Lebenswerk umfasst, ist das sicherlich keine leichte Aufgabe. Neben Romanen verfasste er außerdem Dramen und Drehbücher. Viele Konsalik-Bücher wurden darüber hinaus auch für das deutsche Fernsehen verfilmt.
Heinz G. Konsalik, der sich zu Beginn seiner professionellen Laufbahn Heinz Günther Konsalik nannte, fing schon als kleiner Junge mit dem Schreiben an. Im zarten Alter von zehn Jahren stellte er seinen ersten Roman fertig. Es war ein Wild-West-Roman. Doch zunächst widmet sich der junge Konsalik nur hobbymäßig der Schriftstellerei. Er begann nach dem Abitur ein Medizinstudium, was er jedoch aufgab und stattdessen Germanistik und Theaterwissenschaften zu studieren begann. Konsalik war während des Zweiten Weltkrieges als Berichterstatter und auch als Soldat an der Front. Er war seit 1939 bei der Gestapo tätig, was ihm später manch negative Kritik einbrachte. Konsalik kehrte verwundet aus dem Krieg zurück und nahm wenig später seine Tätigkeit als freier Schriftsteller auf.
Die Erfahrung, die er im Krieg sammelte, finden sich in vielen seiner Werke wieder. Die vielen Kriegsverbrechen, die er teilweise selbst miterlebte, und auch die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges thematisierte er in vielen seiner Bücher. Generell werden Konsalik-Bücher den Liebes- und Arztromanen zugeordnet. Heinz G. Konsalik stand nicht nur zu Lebzeiten häufig in der Kritik. Auch nach seinem Tod wurde nicht nur seine Vergangenheit, sondern auch das Gerücht, er hätte viele seiner Werke nicht selbst verfasst, ernsthaft diskutiert. Vielfach wurde behauptet, Konsalik hätte Ghostwriter beschäftigt, die den Großteil der Arbeit erledigten. Diese Gerüchte wurden jedoch niemals bestätigt.